Siegener Rat beschließt Ehrung Walter Krämers

2. März 2012|

Nach jahrelangem hin und her ist es nun endlich beschlossene Sache: der Siegener Widerstandskämpfer Walter Krämer, der 1941 im KZ Buchenwald ermodert wurde, wird mit der Benennung eines eigenen Platzes vor dem Kreisklinikum in Siegen-Weidenau geehrt. Krämer, der sich im KZ im Selbststudium medizinische Kenntnisse angeeignet hat und durch zahlreiche geheime Operationen vielen seiner Mithäftlingen das Leben rettete, ist bereits vom Staat Israel als „Gerechter unter den Völker“ geehrt worden. Vergangenen Mittwoch stimmte auch der Rat der Stadt Siegen mit breiter Mehrheit für eine Ehrung (43 Ja-Stimmen, 15 Nein-Stimmen, 10 Enthaltungen). Gegenstimmen fanden sich nach wie vor bei Teilen der CDU-Fraktion, welche Krämers politsche Überzeugung als Kommunist nach wie vor kritisch für eine Ehrung sieht.

Der AStA der Universität Siegen begrüßt die Entscheidung des Siegener Rates und ist froh, dass die jahrelange Diskussion um die Ehrung Krämers endlich in konkreteren Ergebnissen gemündet ist. Neben der Benennung der Platzes erachtet es der AStA allerdings auch für sinnvoll, die Postanschrift des Kreisklinikums – wie im Rat bereits angestoßen – in Walter-Krämer-Platz umzuändern, um so das Andenken an Krämer noch stärker in der Öffentlichkeit zu verankern. Einen entsprechenden Beschluss hat der Siegener Rat bislang allerdings noch nicht gefasst.

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