Raumvergabepolitik der Universität

11. November 2015|

Aktualisierung vom 16.11.15


Am 18.11.2015 hätte an der Universität Siegen der Vortrag „Wölfe im Schafspelz: Türkische Faschisten“, organisiert durch eine Gruppe Studierender, stattfinden sollen. Als Referent war ein Sozialwissenschaftler der Universität vorgesehen. Die Grauen Wölfe sind eine ultranationalistische, faschistoide Gruppierung aus der Türkei.
Den Veranstaltern wurde von der Universität unter dem Vorwand „politischer Neutralität“ kein Raum genehmigt. Wir wundern uns darüber, da die Rechtsextremismusforschung in den Sozialwissenschaften ein ganzes Forschungsfeld darstellt und im Rahmen von Seminaren finden regelmäßig ähnliche Veranstaltungen statt.
Wir vermuten daher, dass die wahren Gründe nicht in der politischen Neutralität sondern in Sicherheitsbedenken seitens der Verwaltung liegen. Dies ist nicht abwegig, zumal beim gemeinsamen Fastenbrechen diesen Jahres während des Ramadan mehrere Personen durch den „Wolfsgruß“ der Grauen Wölfe auffällig geworden sind.
Es ist die Plicht der Universität, den Veranstaltungen, welche die Demokratie und die politische Bildung fördern, einen besonderen Schutz zu gewähren, statt ihnen aus Angst und unter vorgeschobenen Gründen Steine in den Weg zu legen.

Euer AStA

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