Wohnheim Bürbach: Wärmeversorgung nicht mehr gewährleistet – Bewohner*innen werden zum Auszug aufgefordert

30. Oktober 2018|

Bewohner und Bewohnerinnen werden aufgefordert auszuziehen
Siegen. Studierendenwohnheim Bürbach:
Monate nach den versprochenen Sanierungen ist vor Ort scheinbar nichts passiert. Es wird sogar noch schlimmer. Die Bewohner*innen wurden via Aushang an ihren Wohnungstüren darüber informiert, dass die Wärmeversorgung nicht mehr gewährleistet werden kann und man sich bei der Verwaltung der 22 Century melden soll. Es gäbe eine kurzfristige Lösung, die man allerdings privat besprechen müsse. Laut mehreren Bewohner*innen wurde bei diesem Anruf lediglich betont, dass man möglichst schnell ausziehen solle. Die für die Wartung verantwortliche Drittfirma sei laut Betroffenen nicht einmal erreichbar, obwohl seit Wochen weder Heizung noch Warmwasser funktionieren würden.
Die auf den Aushängen angepriesene kurzfristige Lösung lässt sich in Gesprächen mit den Bewohner*innen schnell herausfinden: Gemeint ist der AStA. Schließlich kam von dort schon einmal Unterstützung und Hilfe. Ihrer Pflicht als Vermieter nachzukommen und selbst etwas zu unternehmen, scheint für die Firma entweder unnötig oder unmöglich zu sein. Eher wirkt es, als wolle man das Haus möglichst schnell entmieten.
Die Vorgeschichte: Seit Februar 2018 wurde von den neuen Besitzern zugesichert, dass der Brandschutz kurzfristig und die baulichen Mängel langfristig beseitigt würden. Diese Versprechungen reichten der Stadt Siegen trotz Warnungen seitens des Allgemeinen Studierenden Ausschusses und vergangener Eskapaden dieser Firma aus, um die geplante Räumung zu stoppen und die 22 Century gewähren zu lassen. Monate später hängen zwar an einigen Stellen noch eingepackte Feuerlöscher, der Zustand des Gebäudes hat sich aber kein Stück gebessert. Noch immer ist die Sicherheitslage kritisch, noch immer die Hygiene fraglich, noch immer das Haus in einem problematischen Zustand.
„Wir fordern die Stadt Siegen auf, das private Studierendenwohnheim endgültig zu räumen und für mehr bezahlbaren Wohnraum zu sorgen, damit niemand in Wohnheime wie das in Bürbach ziehen muss“, so Jonas Vollert, stellvertretender Vorsitzender des AStA. Denn die Gründe, warum Menschen trotz des schlechten Rufes und immer wiederkehrender Probleme in besagtes Wohnheim ziehen müssen, sind meist finanzielle. Würde man Baugrund an das Studierendenwerk Siegen vergeben, statt an private Investoren, so hätten wir statt der teuren Luxusbauten endlich finanzierbare Wohnheimplätze, die es vielen ermöglichen würden, menschenwürdig leben und studieren zu können.
Studierende Mieter*innen des Wohnheims werden aufgefordert, sich beim Studierendenwerk zu melden, Nicht-Studierende melden sich bitte bei Frau Brixius von der der Stadt Siegen
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