Flexi bleibt samstags geöffnet!

25. Juli 2015|

Der AStA nimmt regelmäßig an den Sitzungen der Lenkungsgruppe Familiengerechte Hochschule teil, die sich mit allen familiären Anliegen von Hochschulangehörigen beschäftigt.

Nachdem auf Antrag des AStA u.a. durch studentische Qualitätsverbesserungsmittel die Samstagsöffnung der Flexiblen Kinderbetreuung Flexi an der Uni möglich gemacht wurde, wurde nach einer Bedarfsabfrage die Öffnungszeit gekürzt. Nachdem ursprünglich Kinder von 8:30 bis 16:30 Uhr betreut werden konnten, wurde nach diesem Beschluss samstags bereits um 12:30 Uhr die Flexi geschlossen. Das hatte wiederum zur logischen Folge, dass die Nachfrage weiter sank, da Kompaktseminar nicht mehr abgedeckt werden konnten. Daraufhin wurde eine Absprache des Rektorates an uns herangetragen, die vorsah, die Samstagsbetreuung komplett einzustellen.

Auf der Sitzung der Lenkungsgruppe am 15. Juni haben wir der Gruppe dargelegt, warum wir die Schließung der Flexi an Samstagen für fahrlässig halten. Nachdem wir unseren Punkt klar gemacht hatten, wurden wir gebeten eine schriftliche Ausformulierung anzufertigen, die wir schließlich dem Rektorat zukommen ließen.
Unsere Kritik fußte unter anderem auf der vorgelegten Statistik des Studierendenwerks, die sich auf einen Zeitraum bezog, in dem acht der zwölf Samstage bereits vorlesungsfrei waren. Sie wies zwei Wochen nach Ende des Vorlesungszeitraumes (quasi mit Ende der ersten Klausurphase) einen deutlichen Abfall auf. Außerdem fehlte der Hauptgrund des Bedarfes an Samstagen: die gestiegene Anzahl von Kompaktseminaren an Wochenenden, die vor allem in der Vorlesungszeit stattfinden. Im LSF sind im kompletten Wintersemester 14/15 an Samstagen 282 Veranstaltungen registriert, 230 davon bis zum 17. Juli.

Darüber hinaus ist ein konstantes Betreuungsangebot vor allem für Studierende mit Kleinkindern aus pädagogischer Sicht eine Notwendigkeit. Die Kinder werden in einer ihnen bekannten Umgebung von ihnen vertrauten Personen betreut. Den eingebrachten Vorschlag von individuell eingesetzten Babysitter*innen lehnten wir ab und belegten unsere Einstellung unter anderem mit Befragungen von Studierenden aus dem Jahr 2008, die genau das berichteten.

Unsere Vorlage hat überzeugt: In der Rektoratssitzung vom 30. Juni wurde daraufhin die Finanzierung des Flexi-Betreuungsangebots in der bestehenden Form für die nächsten 5 Jahre beschlossen – einschließlich der Samstagsbetreuung in vollem Umfang bis 16.30 Uhr. Ab wann das Angebot wieder verlängert werden kann, muss noch mit den Verantwortlichen des Studierendenwerks besprochen werden.

Jan-Uwe Schmidt und Markus Ludwig / AStA-Referat für Soziales und Referat für Presse- & Öffentlichkeitsarbeit (aus: Info des AStA – Juli 2015)

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