Stellungnahme zur Neuregelung des Vertrages der Verwertungsgesellschaft WORT

5. Dezember 2016|

Ab dem  1. Januar 2017 tritt nach jetzigem Stand, die neue Regelung der VG-WORT mit dem Bund und den Ländern in Kraft, welche die Möglichkeiten der Studierenden auf legale Art und Weise an Lehrmaterialien und Literatur zu kommen, erheblich einschränken könnte. Online-Plattformen wie moodle, könnten demnächst der Vergangenheit angehören. Kritische Stimmen befürchten ein „studieren wie in den 90ern.“

Was ist die VG-Wort?

Die Verwertungsgesellschaft WORT ist zu vergleichen mit einer Art GEMA für Schriftstücke und tritt für die Vergütung der Zweitnutzung eben dieser ein. Der bisherige Vertrag mit Bund und Ländern über die „öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung“, läuft Ende diesen Jahres aus.

Wie sieht die neue Regelung aus?

Die bisherige Pauschalvergütung wird nach jetzigem Stand einer seitenweisen Abrechnung  von 0,008 € pro Leser*in weichen. Gerade in Hinblick auf die ohnehin prekäre finanzielle Situation vieler Studierender, ist das eine Zumutung. Bildung sollte kostenfrei sein!

Hinzu kommt, dass die Universitäten sind nicht genügend mit Kopiereren ausgestattet um dieser neuen Regelung überhaupt gerecht zu werden.

Die Landesrektorenkonferenz NRW und damit auch das Rektorat der Universität Siegen hat der VG WORT mitgeteilt, dass diese den Vertrag nicht unterschreiben möchten. Das begrüßen wir ausdrücklich!

Dennoch müssen wir in der aktuellen Situation davon ausgehen, dass der ungünstigste Fall eintritt und sich die Bedingungen unter denen wir studieren, deutlich verändern.

Was können wir Studierenden tun?

Ladet euch alle wichtigen Texte für eure Seminare und Vorlesungen vor dem 1. Januar 2017 runter. Sprecht eure Dozierenden darauf an, die benötigten Texte hochzuladen, damit ihr euch auf die anstehende Klausurphase vorbereiten könnt.

Wir halten euch auf dem Laufenden,

euer AStA

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