Aktuelles

Hervorgehoben

Eröffnungskonzert des Kultkaff – Ben Wood Inferno

Das autonome Kultkaff ist nun umgezogen und am Freitag, den 26.05.2017, wird es ein Eröffnungskonzert geben. In der Facebook-Veranstaltung heißt es wie folgt:

Nach dem Umzug geht es wieder los, wollt ihr nicht auch sehen wie unsere neue Bühne aussieht?
Für euch spielen Ben Wood Inferno +TBA
Schaut doch mal vorbei und stoßt mit uns an!!

Eintritt ist wie immer frei,
Einlass 19.00 Uhr
Beginn 20.00 Uhr

Ben Wood Inferno :
Zwischen Bluessumpf und Weltraumexplosion finden sich furchteinflößende
Songtragödien wie der Opener „Blues Ex Machina“ oder das pathologische „Trashedy“ und zeigen die Band in einem, selbst für eingefleischte Fans, ungeahntem Höchstformat. Neben schaurig-schizophrenetischer Komik findet sich auch auf diesem Album der politische Spott der Vorgängeralben wieder: das sardonische „I Never Liked You Anyway“ oder das Kadavergehorsame entlarvende „Marching Off To War“ sind Rock’n’Roll Faustschläge par excellence und zeigen den Renegaten Ben Wood einmal mehr als Meister des Zorns und wendigen Zyniker.

Kostenlose Rechtsberatung/free legal advice

***english below***
Liebe Studierende,

der AStA bietet euch jetzt monatlich eine kostenlose Rechtsberatung an. Einmal im Monat kommt ein Anwalt an die Uni und hat dann eine offene Sprechstunde, zu der jede*r kommen kann. Die Beratung ist für euch umsonst. Der Anwalt ist breit aufgestellt und kann zu jedem Thema eine Erstberatung geben. Der nächste Termin ist der 22.05.2017 von 11.00 Uhr bis 12.30 Uhr im neuen AStA-Büro (AR-HB-002)!

Wichtig: Ab sofort ist eine Anmeldung erforderlich, um euch lange Wartezeiten zu ersparen. Der Link wird im laufe des Tages online gehen.

Weitere Informationen und zukünftige Termine erhaltet ihr über unsere Website sowie auf unserer Facebook-Seite.

Dear students,

from now on there will be a monthly free legal advice. Once per month we’ll give you the opportunity to talk to a lawyer within our office hours. This service is totally free of charge for all students. Also, the lawyer is an expert for several belongings. We can assure you that he’s competent enough to help you in any way. The next appointment is May, 25th from 11am to 12:30pm. You’ll find him in the new rooms of the AStA (AR-HB-002).

Important: From now on you have to use our new appointment system due to long latency times in the past. The link will go online later this day.

For more information and future appointments, please check our website and Facebook-page regularly.

Wir als AStA der Universität Siegen lehnen Studiengebühren entschieden ab!

english version below; version francaise en bas

Aufgrund der aktuellen Situation, dass in NRW am 14. Mai gewählt wird, möchten wir euch Studierende auf die Konsequenzen aufmerksam machen, die eine Beteiligung der FDP an der Regierung zur Folge hätte.
Die FDP plant die Reformen der rot-grünen Landesregierung zurückzudrehen und die Gebührenfreiheit für das Studium zu streichen, dies bedeutet die FDP plant erneut Studiengebühren einzuführen!
In Baden-Württemberg werden Studierende, welche nicht aus der EU an die Uni kommen, bereits zur Kasse gebeten.
Wir setzen uns für die Abschaffung von Bildungsgebühren in jeglicher Form ein!

Mit dem klaren Bekenntnis der FDP Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen wieder einführen zu wollen, treibt sie die CDU auf der Suche nach liberal-konserativ Wähler*innen vor sich her.
Bildung muss öffentlich finanziert werden und allen Menschen muss Bildung barrierefrei und kostenfrei zugänglich gemacht werden. Studieren ist, dank Bologna-Reform und sozialen Faktoren, bereits jetzt stark abhängig von der finanziellen Situation des Elternhauses der Studierenden. Diese Spirale darf sich durch ein erneutes Einführen der Studiengebühren sich nicht weiter verschärfen.
Der AStA der Universität Siegen setzt sich klar für ein Studium für alle ein und keine Reproduktion der Elitengesellschaft!

Dieser sehr durchschaubare Versuch, die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems auf die Studierenden abzuwälzen, ist bereits schon im ersten Versuch in Nordrhein-Westfalen unter der schwarz-gelben Landesregierung gescheitert.
Die damals eingeführten Studiengebühren haben mehrere tausend Studienberechtigte von einem Studium abgehalten und diesen so ein Stück ihrer Selbstbestimmtheit genommen.

Das Studienbeitragsdarlehen schafft keine Abhilfe, denn diejenigen, die vom Studium abgehalten wurden, hatten ebenfalls die Möglichkeit, das Darlehen aufzunehmen. Studierenden war dies in der Vergangenheit eine ungenügende finanzielle Unterstützung!

Studierende sollen und dürfen sich nicht für Bildung verschulden müssen, wir lehnen den zweiten Versuch der Einführung von Studiengebühren klar ab!
Deshalb wollen wir bereits frühzeitig auf das Thema aufmerksam machen und uns für kostenfreie und barrierefreie Bildung einsetzen!

Wir werden uns intensiver denn je für eine massive Ausweitung von sozialen Befreiungen und Härtefallregelungen einsetzen.

Am Sonntag den 7. Mai 2017 wird es eine Demo: Nein Zu Studiengebühren! in Düsseldorf geben. Die Demo wird organisiert von verschieden ASten aus Nordrhein-Westfalen. Wir laden alle Studierenden der Universität Siegen dazu ein. Die Demo beginnt um ab 12 Uhr auf der Höhe Friedrich-Ebert-Straße 34-38 vor dem DGB-Haus, in der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs. Die Kundgebung endet nach dem Auftakt und einer Zwischenkundgebung in der Innenstadt und am Graf-Adolf-Platz am Landtag.

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We, the Students Union of the University of Siegen, strongly object to study fees!

Due to the actual situation (elections will take place in NRW the 14th May), we want to inform the students about the consequences of a participation of the FDP in the government.
The FDP intends to withdraw some reforms of the actual provincial government and to cancel studying free of charge, in other words the FDP intends to re-introduce study fees!
In Baden-Würtemberg, students that don’t belong to an EU member country already have to pay.
We stand up for the abolition of any kind of fee for education!

The intention of this clear statement of the FDP in favour of re-introducing study fees in Nordrhein-Westfalen is to lure the liberal-conservative voters that normally tend to the CDU. Education has to be based on public funds and has to be accessible to all people and free of charge. Thanks to the Bologna-reform and other social factors, studying already depends on the financial situation of the parental home of a student. This situation would get worse by re-introducing study fees, we have to prevent it!
The Students Union of the University of Siegen stands up for studies for everybody and don’t want a reproduction of an elite society.

This very transparent attempt to shuffle off the chronic underfunding of our education system unto the students has already failed the first time during the provincial government of CDU and FDP in Nordrhein-Westfalen.
The study fees that had been introduced at that time discouraged thousands of people with entrance qualification from studying and took away a part of their self-determination.

The study fee loans are not a solution, because those who had been discouraged from studying already had the possibility to raise loans. In the past, this possibility appeared to the students as an insufficient financial aid.

Students shall not and may not get into dept for their education, that’s why we strongly object to the second attempt of introducing study fees!
Therefore we want to call attention to this topic and to stand up for a barrier-free education free of charge.

We will plead more intensively than ever for a massive expansion of social exemptions and hard-case regulations.

On Sunday, the 7th May 2017 there’s going to be a demonstration: No to study fees! in Düsseldorf. The demonstration is organised by the Students Unions of Nordrhein-Westfalen. We invite all students of the University of Siegen to participate. The demonstration is going to start at 12 o’clock at Friedrich-Ebert-Straße 34-38, in front of the DGB-house, near Düsseldorf train station. The demonstration ends after a speech in the city centre and at the Graf-Adolf-Platz, at the provincial government.

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Nous, l’AGE de l’Université de Siegen, rejetons résolument les frais d’études !

A cause de la situation actuelle (il y aura une élection en Rhénanie-du-Nord-Westphalie le 14 Mai), nous aimerions informer les étudiants sur les conséquences d’une éventuelle participation de la FDP au gouvernement.
La FDP envisage d’annuler certaines réformes du gouvernement du land actuel et d’en finir avec la franchise des études, en d’autres mots la FDP prévoit de réintroduire les frais d’études !
En Bade-Wurtemberg, les étudiants ne venant pas d’un pays membre de l’UE sont déjà demandés à passer à la caisse.
Nous nous engageons en faveur d’une abolition de toute sorte de frais d’éducation !

Avec l’affirmation assez claire pour une réintroduction des frais d’études en Rhénanie-du-Nord-Westphalie, la FDP essaie de convaincre les électeurs libéral-conservateur qui penchent normalement vers la CDU.
Il faut que l’éducation soit basée sur les fonds publics et que tout le monde puisse y participer de manière gratuite. Grâce à la réforme de Bologna et d’autres facteurs sociaux, faire des études dépend déjà de la situation financière des parents d’un étudiant. C’est une évolution qui s’accentuera encore avec la réintroduction des frais d’études, il faut donc absolument l’arrêter.
L’AGE de l’Université de Siegen s’engage pour que les études restent ouvertes pour tous et s’oppose contre une reproduction d’une société élitaire.

Cette tentative prévisible de renvoyer la balle du sous-financement chronique du système d’éducation aux étudiants a déjà échoué en Rhénanie-du-Nord-Westphalie une première fois sous le gouvernement du land de la CDU et la FDP.
Les frais d’études prélevés à l’époque ont découragé des milliers de gens qui avaient théoriquement le droit d’accès aux études, et ceux-ci ont ainsi perdu une partie de leur autodétermination.

Les prêts pour les frais d‘études ne sont pas vraiment une solution, car les gens qui ont été dissuadé de faire des études à l’époque avaient déjà la possibilité de contracter un prêt. Pour les étudiants, cela n’était guère une aide financière suffisante.

Les étudiants ne devraient pas s’endetter pour leur éducation, c’est pourquoi nous rejetons cette deuxième tentative d’introduire des frais d’études !
Par conséquent nous voulons attirer votre attention sur ce sujet et nous voulons nous engager pour une éducation gratuite et accessible à tous.
Nous allons nous engager plus intensivement que jamais pour une mise à niveau massive d’exemption sociale et des dispositions de cas de rigueur.

Le dimanche 7 mai 2017, il y aura une manifestation: Non aux frais d’études à Düsseldorf. La manif est organisée par les AGEs de Rhénanie-du-Nord-Westphalie. Nous invitons tous les étudiants de l’Université de Siegen d’y participer. La manif commencera à 12 heurs dans la rue Friedrich-Ebert-Straße 34-38, devant la maison DGB, tout près de la gare de Düsseldorf. La manif prend fin après des discours dans le centre ville et à la place Graf-Adolf-Platz, devant le parlement du land.

Zukunft menschlich gestalten – Mehr als ein Label?

Gemeinsame Stellungnahme

zur

aktuellen Position der Universität Siegen in Bezug auf Barrierefreiheit und die Partizipation der Studierenden an inneruniversitären Entscheidungsprozessen,

im Auftrag des

44. Studierendenparlaments der Universität Siegen (StuPa),

unterstützt durch den Allgemeinen Studierendenauschuss der Universität Siegen (AStA), der Beauftragten für Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen und der hochschulpolitischen Listen: Fak4StuPa, grün alternatives Wahlbündnis, Gesamt Linke Liste, Junge Union Siegen, Juso Hochschulgruppe Siegen.


Die Universität Siegen hat mit der Verwendung des Slogans „Zukunft menschlich gestalten“ deutlich und öffentlichkeitswirksam den Maßstab fixiert, an dem sie sich selbst und ihre Arbeit misst und bemessen sehen will. Die gemeinsam Stellung nehmenden Personen und Organe der Verfassten Studierendenschaft (VS) sehen diesen Anspruch insbesondere in Bezug auf die Aspekte Barrierefreiheit und die Partizipationsmöglichkeiten der Studierenden an universitätsinternen Entscheidungsprozessen als bislang weitestgehend unerfüllt an. Die Notwendigkeit eines Überdenkens der bisherigen Positionierung durch die Universität Siegen, ergibt sich aus zahlreichen Missständen, die unverkennbar belegen, dass weder dem eigenen Leitmotiv, noch den berechtigten und begründeten Ansprüchen und Erwartungen der Studierenden durch die Universität Siegen genügt wurde und wird.


I. Barrierefreiheit

Für uns bedeutet Barrierefreiheit im Bezug auf den universitären Kontext, dass der Wirkungs- und Lebensraum Universität keinerlei Hindernisse aufweist und so von allen Menschen ohne Erschwernisse oder Hilfe Anderer genutzt werden kann. Barrierefreiheit ist demnach nicht durch z.B. das Installieren von Treppenliften, welche durch Mitarbeiter*innen der Universität bedient werden müssen zu erreichen. Barrierefreiheit ist auch dann nicht gegeben, wenn Seminare auf besonderen Wunsch von Menschen mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen in das Erdgeschoss des neuen Seminarzentrums verlegt werden könnten. Barrierefreiheit fängt in den Köpfen von Menschen an. Nicht derjenigen, die gezwungen werden, sie tagtäglich zu überwinden, sondern in den Köpfen derjenigen, die Barrieren entweder errichten, sie als gegeben hinnehmen oder mitdenken ohne sie beseitigen zu wollen, sei es  bewusst oder unbewusst.

Dass Barrierefreiheit besser funktionieren kann als in Siegen, haben bereits verschiedene Universitäten im Land bewiesen. Ob nun ein Leitsystem für Menschen mit Sehbehinderung, der Abbau von Sprachbarrieren oder das Vermeiden von Lichtinseln  – all das und noch viel mehr müsste Standard werden, der erkennen ließe, dass die Universität Siegen die eigenen und öffentlichkeitswirksam erklärten Ziele und  Visionen ernst nimmt.

Sowohl das Hochschulzukunftsgesetz (HZG) § 62b als auch die Grundordnung der Universität Siegen (GO) §23 regeln eindeutig die Verpflichtung der Universität Siegen eine Person zur Vertretung von Studierenden mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen zu bestellen. Bis November letzten Jahres wurde diese Position durch einen Mitarbeiter der Universität – am Ende auf Basis einer geringfügigen Beschäftigung – besetzt. Bis heute gelang es der Universität Siegen aus unserer Perspektive nicht, die Arbeit der durch die studierenden Vertreter*innen im Senat gewählte beauftragte Person, langfristig und nachhaltig zu sichern, da bis zum heutigen Tag unseres Wissens nach kein tragfähiges Finanzierungskonzept das sowohl der Bedeutung der Aufgabe, als auch der Stelleninhaberin gerecht würde, vorliegt. Die Universität vernachlässigt hierdurch grob die aus den genannten Gesetzen und Verordnungen abzuleitenden Verpflichtungen. Eine finanzielle Notsituation die dieses Verhalten zwar in keinem Fall rechtfertigen, aber doch erklären könnte, liegt unserer Erkenntnis nach nicht vor, da die Zurverfügungstellung der Gelder zur Finanzierung dieser Stelle in der Vergangenheit kein Problem darstellte.
Anschaulich wird die gesamte Problematik auch durch eine (unvollständige) Auflistung verschiedener Missstände am Adolf – Reichwein – Campus / AR HB

(1) Nicht auf allen Etagen des neuen Seminarzentrums der Universität Siegen stehen barrierefreie Toiletten zur Verfügung.

(2) Das Obergeschoss des AR HB ist für in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen ausschließlich über eine steile Rampe oder über einen von Mitarbeiter*inne*n zu bedienenden Treppenlift zu erreichen.

(3) Die Untergeschosse des AR HB sind für in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen ausschließlich durch einen enormen Umweg zu erreichen, bei dem das Gebäude verlassen werden muss. Dabei ist zu beachten, dass der Weg, der um das Gebäude herumführt, eine negative Steigung beinhaltet. Auf dem Rückweg in das Erdgeschoss müssen demnach enorme Kräfte aufgebracht werden, um den Berg dann wieder hinaufzugelangen. Ungünstige Witterungsverhältnisse verunmöglichen eine Überwindung des Weges in beide Richtungen.

(4) Eine Verlegung einer in einem erschwert zu erreichenden Gebäudeteil stattfindenden Veranstaltung kann durch Absprache mit der universitären Raumverwaltung erfolgen. Dies stellt bereits eine enorme Barriere dar und schränkt zudem die Möglichkeit der Studierenden ein, auch kurzfristig umzuplanen und andere Veranstaltungen zu besuchen. Ein selbstbestimmtes Studium sieht anders aus.

(5) Die Toiletten an der Freifläche vor dem Seminarzentrum sind durch Schwellen für in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen teilweise nur unter Hilfe Anderer nutzbar.

(6) Die Zugangstüren zum AR HB sind nicht automatisiert und erschweren so den Zugang für in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen.

II. Partizipation der Studierenden an inneruniversitären Entscheidungsprozessen

Universität als Ort an dem sich Lehre und Forschung begegnen und wechselseitig befördern, kann nur unter Berücksichtigung aller Statusgruppen dieses Lebens- und Wirkungsraumes gelingen. Gerade der Studierendenschaft in ihrer Heterogenität kommt auch aufgrund ihrer zahlenmäßigen Größe dabei eine besondere Bedeutung zu.

Sowohl am Beispiel der Interimsplanung, als auch der Planung der Gestaltung, der Raumauf- und Verteilung der sanierten Gebäude am Campus AR wird deutlich, dass die Studierendenschaft in die Entscheidungsprozesse entweder gar nicht, sehr verspätet oder nur nach mehrmaliger Reklamation einbezogen wurde. Bei der Vergabe der Räume des neuen Seminarzentrums AR HB wurden Räume für das Studierendenparlament nicht mitgedacht, erst massiver Widerstand aus den Reihen der gesamten Studierendenschaft führte zu einer Änderung.

Von Planung der zukünftigen Situation in den sanierten Gebäuden wurde die Studierendenschaft beinahe vollständig ausgeschlossen. Die Berufung des AStA Vorsitzenden in den Gestaltungsbeirat, zur fünften Sitzung dieses Gremiums wird von uns als Alibibeteiligung gewertet. Die Arbeitsweise und Beschlussfassung dieses Gremiums ist darüber hinaus für die Studierendenschaft intransparent.

Zu einer gemeinsamen Sitzung mit uniinternen Beteiligten, dem BLB und dem Planungsbüro ZÜBLIN auf dem die universitäre Öffentlichkeit über den Planungsstand informiert wurde, wurde der AStA erst nach mehrmaliger Nachfrage zugelassen. Einladungen zu nachfolgenden Sitzungen erhielt weder der AStA, noch ein anderes Organ der VS. Partizipation sieht anders aus!

Der Wirkungs- und  Lebensraum Universität Siegen soll eine visionäre Umgestaltung erhalten, die ihn für die Herausforderungen der Zukunft fit machen soll und für Jahrzehnte prägen wird. Warum ausgerechnet bei solch richtungsweisenden Entscheidungen die Studierendenschaft vollständig ausgeklammert wird, ist für uns in keiner Weise nachzuvollziehen. Diese Vorgehensweise reiht sich jedoch sehr passend in die Kommunikations-, Informations- und Entscheidungspolitik der Universitätsverwaltung ein.

III. Fazit

Aus den aufgeführten Mängeln lässt sich ableiten, dass ein Strategiewechsel seitens der Universitätsleitung unbedingt notwendig ist. Zukunft menschlich zu gestalten, kann nur gemeinsam und auf Augenhöhe gelingen. Bisherigen Dialogangeboten seitens der Studierendenschaft wurde teilweise ausgewichen oder die eingebrachten Bedenken als unbedeutend abgewiegelt.

Wir fordern, dass die Universität Siegen aktiv die Partizipation der Studierenden an universitätsinternen Entscheidungsprozessen stärkt und in einen offenen und transparenten Dialog mit allen Organen der Verfassten Studierendenschaft tritt.

Die Missstände in Bezug auf Barrierefreiheit nicht nur im neuen Seminarzentrum AR HB müssen unverzüglich behoben werden. Wir fordern, dass die Universität Siegen sich nicht mit dem Erreichen der minimalen gesetzlichen Vorgaben zufriedengibt. Der Anspruch der Universität Siegen muss es sein, Menschen mit Beeinträchtigungen egal welcher Art, eine uneingeschränkte Teilhabe am Wirkungs- und Lebensraum Universität zu ermöglichen. Hierzu sehen wir die Universität nicht nur aus dem deklarierten Selbstverständnis verpflichtet. Die Tatsache, dass die Universität Siegen vor wenigen Tagen die Charta der Vielfalt unterzeichnete, erhöht aus unserer Perspektive den Druck, den Worten nun auch endlich Taten folgen zu lassen.

Die gemeinsam Stellung nehmenden Unterzeichner*innen erneuern mit dieser Stellungnahme das umfangreiche Kooperationsangebot der vergangenen Monate und Jahre.

AStA-Anwesenheitsmelder/AStA-attendance-annunciator

***english below***

Anwesenheitsmelder_WidgetNeues Semester, neue Anwesenheitslisten.

Liebe Kommiliton*innen,

das Semester hat begonnen und ihr sitzt wieder in euren Kursen. Es gilt nach wie vor, die Anwesenheitspflicht ist nach dem Hochschulzukunftsgesetz nicht mehr erlaubt, bis auf einige Ausnahmen, wie Exkursionen, Sprachkurse, Praktika, praktische Übungen oder vergleichbare Lehrveranstaltungen. (§ 64 Absatz 2a des Hochschulgesetzes) Da das neue Semester los geht, werden wir den Anwesenheitsmelder in die nächste Runde bringen. Meldet Kurse mit Anwesenheitspflicht, teilt den Melder! Wir werden das ganze Prozedere so lange wiederholen bis geltendes Recht durchgesetzt ist. Einige gemeldete Präzedenzfälle liegen nach wie vor zur Prüfung bei unserem Anwalt, eure Mühe ist also nicht umsonst.

Wir wünschen euch einen guten Start ins neue Semester,

euer AStA


New semester, new attendance lists.

Dear fellow students,

the new semester has begun und you’re attending your new classes. The compulsory attendance is not allowed anymore, since it’s forbidden by the ‘Hochschulzukunftsgesetz’. There are a few exceptions, like excursions, language classes, internships, practical classes and the like. (§ 64 2a ‘Hochschulzukunftsgesetz’)
The ‘AStA-attendance-annunciator’ is going into a new round. Announce classes in which attendance is obligatory and share our ‘attendance-annunciator’. We’re going to repeat the entire procedure until applicable law is enforced. Some precedent cases are examined by our lawyer, your effort is not for nothing.

We wish you a good start for the new semester,

your AStA

 

 

Thomas Gsella an der Uni Siegen: Das Allerbeste aus 50 Jahren

Der AStA lädt ein zu einer Lesung von und mit dem ehemaligen Titanic-Chefredakteur Thomas Gsella. Bereits 2013 besuchte uns Gsella in Siegen und begeisterte die Zuschauer*innen. Nun kommt er am 8. Mai 2017 zu uns ins Audimax. In seinem neuen Bühnenprogramm präsentiert der Ringelnatz- und Gernhardt-Preisträger und ehemalige „Titanic“-Chefredakteur die schönste komische Prosa und Lyrik, die er jemals geschrieben hat: erste, noch tastende Reime seiner Jugendzeit, die schon selbstbewußteren und praktisch fehlerfreien Schmäh- und Wutwerke seiner mittleren Phase und natürlich die lebensklugen, wo nicht bereits stark altersweisen Lyrikhämmer und Kracher der letzten Jahre.

Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Einlass ist um 19:30. Der EINTRITT ist FREI. Wir bitten euch, rechtszeitig zu erscheinen, da wir nur begrenzt Sitzplätze zur Verfügung haben. Vor und nach der Veranstaltungen werden Getränke verkauft.

 

Hope Theatre – The Fair Trade Play

Unter dem Motto „Arbeit statt Mitleid“ thematisiert das Ensemble die Gefahren einer Wirtschaftsbeziehung, die vornehmlich auf Ausbeutung und Hilfsprogrammen beruht. Obwohl in Europa kaum Kakaobohnen wachsen sprechen wir von einheimischer Schokolade.

Warum?

Und warum trägt der*die moderne Afrikaner*in europäische Second-Hand-Klamotten. Ist es wirklich wahr, dass Afrika ohne unser Mitleid nicht existieren kann? Oder wollen wir gar nicht, dass es existieren kann? – Viele Menschen glauben unseren Wirtschafts- und Ernährungslobbyist*innen nicht mehr und wollen mehr für ihre Umwelt und ihre fernen Mitbürger*innen tun und sich engagieren.

Aber wie?

Vielen ist Fair Trade ein bekanntes Wort, wenige wissen, was sich wirklich dahinter verbirgt. Die Bildungsrevue vermittelt auf unsentimentale, lustvolle Weise Inhalte, Konzepte, Gründe und Hintergründe zum fairen Handel, der Einen Welt, Nachhaltigkeit und Dialog auf Augenhöhe. Das direkte Gespräch mit den Menschen aus Afrika ist wesentlicher Teil der Aufführung.

Im Anschluss an die Veranstaltung werden im Rahmen eines Get-togethers in der Mensa Getränke und Snacks verkauft.

Vorverkauf im AStA-Büro, im AStA-Shop und im Welt Laden in Weidenau. Karten kann man für 7 bis 12€ erwerben. Wir geben bekannt, wenn die da sind. Geflüchtete können kostenlos eine Karte an der Abendkasse bekommen und freie Getränke.