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Extra: Refugees Welcome

Veranstaltungseinladung – Erst Brexit, dann Trump und bald Le Penn?

Einladung zur Veranstaltung:

Erst Brexit, dann Trump und bald Le Penn?
Wieso unsere Demokratie in Gefahr ist.Vortrag und Dialog mit Nikolai Edinger (Ökonom, Europa-Blogger)
14.12.2016, 19 Uhr, Weidenauer Str. 167, 57076 Siegen-Weidenau (3. OG Seiteneingang altes Sparkassen-Gebäude)

Immer mehr Menschen in den westlichen Demokratien sind abgehängt oder haben zumindest das Gefühl einer Entwurzelung. Rechtspopulisten und Nationalisten ziehen hieraus ihr Kapital und erstarken – in den USA, in Großbritannien, Österreich, Frankreich und auch bei uns in Deutschland.

Am Mittwoch den 14.12.2016 lädt Nikolai Edinger (Ökonom, Europa-Blogger) im Rahmen der Ideenschmiede des Scoutopia, zu einem Vortrag und Dialog zu dieser gesellschaftlichen Entwicklung ein.

Ziel der Veranstaltung ist es, gemeinsam mit dem Publikum über die Gefahren für unsere Demokratie und unsere Gesellschaft zu diskutieren. Hierbei soll insbesondere den Ursachen dieser Entwicklung nachgespürt und die Wirkweise des Rechtspopulismus offengelegt werden. Außerdem sollen Ansätze für Auswege aufgezeigt und entwickelt werden.

Titel: Erst Brexit, dann Trump und bald Le Pen? Wieso unsere Demokratie in Gefahr ist.

Stellungnahme zur Neuregelung des Vertrages der Verwertungsgesellschaft WORT

Ab dem  1. Januar 2017 tritt nach jetzigem Stand, die neue Regelung der VG-WORT mit dem Bund und den Ländern in Kraft, welche die Möglichkeiten der Studierenden auf legale Art und Weise an Lehrmaterialien und Literatur zu kommen, erheblich einschränken könnte. Online-Plattformen wie moodle, könnten demnächst der Vergangenheit angehören. Kritische Stimmen befürchten ein „studieren wie in den 90ern.“

Was ist die VG-Wort?

Die Verwertungsgesellschaft WORT ist zu vergleichen mit einer Art GEMA für Schriftstücke und tritt für die Vergütung der Zweitnutzung eben dieser ein. Der bisherige Vertrag mit Bund und Ländern über die „öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung“, läuft Ende diesen Jahres aus.

Wie sieht die neue Regelung aus?

Die bisherige Pauschalvergütung wird nach jetzigem Stand einer seitenweisen Abrechnung  von 0,008 € pro Leser*in weichen. Gerade in Hinblick auf die ohnehin prekäre finanzielle Situation vieler Studierender, ist das eine Zumutung. Bildung sollte kostenfrei sein!

Hinzu kommt, dass die Universitäten sind nicht genügend mit Kopiereren ausgestattet um dieser neuen Regelung überhaupt gerecht zu werden.

Die Landesrektorenkonferenz NRW und damit auch das Rektorat der Universität Siegen hat der VG WORT mitgeteilt, dass diese den Vertrag nicht unterschreiben möchten. Das begrüßen wir ausdrücklich!

Dennoch müssen wir in der aktuellen Situation davon ausgehen, dass der ungünstigste Fall eintritt und sich die Bedingungen unter denen wir studieren, deutlich verändern.

Was können wir Studierenden tun?

Ladet euch alle wichtigen Texte für eure Seminare und Vorlesungen vor dem 1. Januar 2017 runter. Sprecht eure Dozierenden darauf an, die benötigten Texte hochzuladen, damit ihr euch auf die anstehende Klausurphase vorbereiten könnt.

Wir halten euch auf dem Laufenden,

euer AStA

Willkommenskultur – Vom Umgang mit Behörden

willkommenskultur_07122016_a3Am Mittwoch, den 07.12 findet um 18 Uhr in AR-A 1012 in Kooperation mit ESG und KHG die Veranstaltung Willkommenskultur – Vom Umgang mit Behörden statt.

Anmeldung bei der Kommune, Verlängerung des Visums. Dann die Fragen – wird es vielleicht Probleme geben? Habe ich alle Unterlagen? Reichen den Mitarbeiter*innen der Behörde meine Studienleistungen? Habe ich genügend Geld auf meinem Konto als Nachweis für die finanzielle Absicherung? und… und… und…

An diesem Abend möchten wir uns über die Erfahrungen austauschen die internationale Studierende beim Gang zu Behörden gemacht haben bzw. machen. Ist bisher alles problemlos verlaufen oder gab es Probleme? Wenn ja, welcher Art waren sie? Wie war die Behandlung durch die Behörde?

Das alles und mehr möchten wir von euch wissen. Wir sind gespannt auf eure Berichte und den Austausch.

 

english version:

Welcoming Culture – how to deal with public authorities takes place Wednesday, 07.12 at 6 pm in AR-A 1012.

Registering your residence, extending your visa… Trying to do that, you might be facing the same kind of questions and doubts over and over again – will there be any problems? Did I bring all the necessary documents? Will my credit points suffice? Do I have enough money in my bank account to prove my financial security?

During this evening, we‘d like to talk about the experiences that international students make when talking to public authorities. Did things go smoothly so far or did you encounter any problematic and stressful situations? If so, what kind of situations did you have to face? How did the employees treat you?

Therefore, we‘d like to invite you to talk about topics like these and many other things that are related to dealing with public authorities in Germany. We look forward to hear your stories and we‘re sure that every participant will benefit from this exchange of personal experiences and reports.

„Stark und Alleinerziehend – Wie du der Erschöpfung entkommst und mutig neue Wege gehst“

Kostenlose Veranstaltung mit Dr. Alexandra Widmer, Fachärztin für Neurologie und Psychotherapie, alleinerziehende Mutter von zwei Töchtern, Bloggerin und Buchautorin

Wir möchten euch auf die Veranstaltung „Stark und Alleinerziehend  – Wie du der Erschöpfung entkommst und mutig neue Wege gehst“ aufmerksam machen.

„Alleinerziehend und gesund bleiben“, das ist das Thema einer kostenlosen Veranstaltung, zu der Martina Böttcher, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Siegen-Wittgenstein gemeinsam mit Martina Kratzel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Siegen, alleinerziehende Frauen und Männer am Samstag, 3. Dezember 2016, 14:30 bis 16:30 Uhr, ins Kulturhaus Lÿz in Siegen, St.-Johann-Str. 18, Raum 206, herzlich einladen.
Die Situation von Alleinerziehenden ist oft nicht einfach. Zum Alltagsstress mit Termin- und Zeitdruck, den viele berufstätige Eltern kennen, kommen nicht selten Konflikte mit dem Ex-Partner oder der Ex-Partnerin, Auseinandersetzungen vor Gericht, fehlende soziale Unterstützung, der Druck der alleinigen Verantwortung für die Betreuung und Erziehung der Kinder, finanzielle Engpässe, Schuldgefühle, Selbstzweifel, Einsamkeit, Angst, Wut und Ohnmacht. Schnell kann dies zu einer großen emotionalen und körperlichen Erschöpfung führen, die auf Dauer krank machen kann.
Dr. Alexandra Widmer kennt diese Situation selbst: „Als ich vor drei Jahren verlassen wurde, brach eine Welt für mich zusammen. Ich stand ziemlich verloren da und wusste nicht, was ich als erstes und letztes machen sollte. Es gab online sehr viel Rat zu rechtlichen Themen. Ich vermisste aber einen Ort bzw. eine Gemeinschaft, wo ich mich ausreichend emotional unterstützt hätte fühlen können. An mir und vielen Alleinerziehenden sah ich, wie schnell man in eine sehr große emotionale und körperliche Erschöpfung rutschen kann.“
Um sich selbst und anderen Alleinerziehenden zu helfen, gründete die Fachärztin für Neurologie und Psychotherapie das Projekt „Stark und Alleinerziehend“. Auch der Vortrag soll Alleinerziehende unterstützen.
Die äußeren Umstände lassen sich nicht immer ändern. Wie können Alleinerziehende trotzdem gesund bleiben? Dr. Alexandra Widmer gibt einfache und effektive Tipps, die den Alltag erleich-tern, zeigt Möglichkeiten, mit belastenden Gedanken umzugehen und macht Mut einer Erschöp-fung vorzubeugen und neue Wege zu gehen.
Die Veranstaltung soll Auftakt sein für die Bildung eines Alleinerziehenden-Netzwerkes in Siegen-Wittgenstein. „Wichtig ist uns“, so die Veranstalterinnen, „dass auch genügend Gelegenheit für Austausch und Gespräch ist, und wir eine Vernetzung schaffen, die sich am Bedarf ausrichtet. Es ist uns ein Anliegen, Alleinerziehende zu unterstützen und zu zeigen, wie sie trotz Mehrfachbelastung im Alltag selbst gut für sich sorgen können, und Energie und Lebensfreude zurückgewinnen. Denn von zufriedenen Eltern profitieren auch die Kinder“.
Selbstverständlich wird eine Kinderbetreuung zur Veranstaltung angeboten.
Aus organisatorischen Gründen wird um eine verbindliche Anmeldung gebeten.
Falls eine Kinderbetreuung gewünscht wird, ist eine Anmeldung mit Angabe des Alters des/der Kinder notwendig.

Anmeldungen an: Martina Böttcher, 0271 333-2212, m.boettcher@siegen-wittgenstein.de

Rektoratsempfang 2016

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Unser Vorsitzender Sebastian Mack hat auf dem diesjärigen Jahresempfang des Rektorats, zu dem Dozierende, als auch Größen aus Wirschaft und Politik eingeladen wurden, eine Rede gehalten, diese möchten wir euch, die ihr leider nicht eingeladen wart, nicht vorenthalten:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

als Vertretung des AStA darf auch ich Sie zum diesjährigen Jahresempfang willkommen heißen. Wir freuen uns über die Gelegenheit, unsere Anliegen vortragen zu können, aber wie jedes Jahr wurden die restlichen Studierenden nicht eingeladen. Dies ist für uns nicht verständlich, machen doch die vielen Studierenden diese Universität erst zu dem, was sie eigentlich ist.

Mit dem neuen Semester ist auch ein neuer AStA an den Start gegangen. Damit kommen auch viele neue Ziele und Pläne, die ich Ihnen gerne kurz erläutern würde. Zuerst möchte ich Ihnen jedoch ein immernoch aktuelles Thema aus der letzten Legislatur ans Herz legen. Trotz der Regelungen im Hochschulzukunftsgesetz, bereitet uns die Anwesenheitspflicht immer noch Arbeit. Im studentischen Alltag sollten nur noch vereinzelt Anwesenheitspflichten auftauchen, wie z.B. in Sprachkursen, Übungen oder Laborversuchen. Leider haben sich bereits in den wenigen Wochen des aktuellen Semesters zahlreiche Studierende darüber beschwert, dass sie Anwesenheitspflicht in Vorlesungen haben oder bei jedem Fehlen Atteste vorlegen sollen. Dies kann und darf einfach nicht sein! Für viele Studierende sind Anwesenheitspflichten fernab von jeglicher Lebensrealität. Wer in der Gastronomie arbeitet und unter der Woche Nachtschicht hat, schafft es wohl kaum morgens um acht ins Seminar. Für die meisten Studierenden ist ein Studium ohne Nebenjob kaum noch möglich. Ansonsten würde das Geld für die Miete, die eigenen Kinder oder das Studium generell nicht ausreichen, um nur ein Beispiel zu nennen. Als AStA setzen wir uns konsequent gegen unsinnige Anwesenheitspflichten ein, daher appelliere ich an dieser Stelle an alle Dozierenden unserer Universität, das geltende Recht einzuhalten und auf die Anwesenheitspflicht zu verzichten.

Nach wie vor ist auch der barrierefreie Zugang zur Universität nur lückenhaft möglich, was besonders unglücklich am Campus Unteres Schloss zu sehen ist. Für die anstehenden  Veränderungen muss hier konsequenter auf Barrierefreiheit geachtet werden, zumal die Universität sich mit einem Schwerpunkt im Bereich der Inklusion schmückt. Es  kann nicht sein, dass eine Universität in die Stadt zieht ohne sich vorher ausreichend Gedanken darüber zu machen, wie alle Studierenden die Uni erreichen können. Das ist für uns keine offene, sondern eine ausgrenzende Uni. Wir hoffen, dass bei weiteren Baumaßnahmen, die uns in nicht allzu langer Zeit erwarten, hierauf besser geachtet wird.

Dies leitet mich nun auch zum Thema Interim. Ihnen wird vielleicht bekannt sein, dass durch den Umbau der Universität Übergangslösungen geschaffen werden müssen. Hiervon sind auch die studentischen Nutzräume betroffen. Bezüglich Interim, liegt es dem AStA besonders am Herzen, dass die Räume zum Zeitpunkt der Fertigstellung ein studierendenfreundliches Umfeld wiederspiegeln. Auch das Thema Nachhaltigkeit ist hier von großer Bedeutung, was mich zur nächsten Neuerung leitet. Seit dieser Legislatur beschäftigt sich der AStA mit zwei Dingen intensiv. Erstens gibt es seit dieser Legislatur ein Referat für Nachhaltigkeit und Ökologie, bei dem wir uns dafür einsetzen wollen, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung stärker in das der Studierendenschaft, aber auch der gesamten Universität rückt. Zweitens wollen wir verstärkt auf Diskriminierungen aufmerksam machen. Sei es beispielsweise im Bereich Geschlecht, Sexualität oder der vermeintlichen Herkunft. Gerade in Anbetracht der Novemberprogrome, bei denen heute vor 78 Jahren die Siegener Synagoge niedergebrannt wurde, ist dies besonders zu betonen. Ich möchte an dieser Stelle auch auf die rassistischen Schmierereien und Aufkleber aufmerksam machen, die in letzter Zeit an unserer Universität gehäuft auftauchen. Für uns ist das nicht hinnehmbar! Unsere Idee einer Universität ist die einer offenen, an der alle Menschen willkommen sind.

Auch das Thema Zivilklausel ist uns natürlich ein wichtiges Anliegen. Hierzu wird sich unser Sozialreferent Alexander Steltenkamp heute an der Podiumsdiskussion beteiligen. Auch ich möchte hierzu noch einige Worte verlieren: Eine Universität hat immer auch dem Fortschritt aller Menschen zu dienen. Hierzu sollte auf ein friedliches Zusammenleben hingewirkt werden. Eine Zivilklausel drückt den Willen einer Universität aus, sich für ein solches Zusammenleben, ohne Krieg und für Forschung zu friedlichen Zwecken einzusetzen. Für den AStA der Universität Siegen ist unsere Zivilklausel eben nur ein Anfang und bei der derzeitigen Intransparenz längst nicht ausreichend. Gerade das Verhindern öffentlicher Diskussionen über bedenkliche Forschung sehen wir als Manko. Zu guter Letzt wünsche ich Ihnen allen einen schönen Abend. Bei Gesprächsbedarf stehen unsere Türen montags bis freitags von 9:30 bis 15:30 offen. Auch am heutigen Abend können Sie natürlich gern auf uns zukommen.

Vielen Dank!“

Quelle: www.uni-siegen.de

Neben der Preisvergabe für herausragende Abschlussarbeiten gab es auch eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Spannungsfeld Forschung und Verantwortung“. Teilnehmer waren, neben unserem Sozialreferenten Alexander Steltenkamp, Prof. Dr. Wolfgang Marquardt, der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Jülich, Prof. Dr. Dr. h.c. Carl Friedrich Gethman, ein Mitglied des Deutschen Ethikrates, Prof. Dr. Dirk Heberling, der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Hochfrequenzphysik und Dr. Ruth Seidl, eine Landtagsabgeordnete der Grünen.

Alexander sprach in dieser Diskussionsrunde vor allen Dingen die fehlende Transparenz bei der Drittmittelvergabe an und kritisierte die fehlende (Hochschul-)Öffentlichkeit bei kontroversen Forschungsprojekten.

Projektstellen-Auschreibung

Projektstelle Multilingualität (m/w)

Die Einbindung von Studierenden, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, ist uns wichtig. In Zukunft sollen alle relevanten Veröffentlichungen (z.B. Pressemitteilungen, Anträge, Reader) in weiteren Sprachen erscheinen. In einem ersten Schritt soll dieses in Englisch und Französisch passieren. Hierzu schreiben wir eine Projektstelle für Multilingualität aus. Somit wollen wir auch der Mehrsprachigkeit innerhalb der Studierendenschaft gerechter werden.  Die Projektstelle ist auf die aktuelle Legislatur des AStAs begrenzt.

Für die ausgeschriebene Stelle gelten die folgenden Voraussetzungen:

  • Englischkenntnisse auf C1-Niveau
  • gute Französischkenntnisse zwecks Übersetzung
  • Erfahrung im Bereich Übersetzung
  • Kenntnisse im Bereich der Verfassten Studierendenschaft (hilfreich)
  • 1 Arbeitsprobe (z.B. eine Pressemitteilung des AStAs oder zwei Seiten aus dem Burschenschaftsreader)

Bewirb Dich mit einem kurzen Motivationsschreiben, Lebenslauf,  sowie deinen Gehalts- (bis zu 250 € pro Monat)  und Zeitvorstellungen der Projektstelle.

Bewerbungen bitte bis zum 20.12.2016 per Mail an asta@uni-siegen.de


Projektstelle Kulturticket (m/w)

Im Laufe der jetzigen Legislatur möchte der AStA die Möglichkeit eines Kulturtickets für Studierende ausloten. Hierfür wird eine Projektstelle ausgeschrieben. Der*die Bearbeiter*in soll Akteur*innen zusammenbringen und Kooperationen vorbereiten, sowie entsprechende Verträge (in Zusammenarbeit mit dem AStA und dem Referat für Kultur und politische Bildung) erarbeiten. Das Ziel der Projektstelle ist die Vorbereitung eines Konzepts für das Kulturticket, welches im nächsten Schritt zur Urabstimmung gestellt werden soll. Die Projektstelle ist auf die aktuelle Legislatur des AStAs begrenzt.

Für die ausgeschriebene Stelle gelten die folgenden Voraussetzungen:

  • Kenntnisse im Bereich Verwaltung und Politik auf städtischer Eben und Kreisebene
  • Verhandlungskompetenz

Bewirb Dich mit einem kurzen Motivationsschreiben, Lebenslauf,  sowie deinen Gehalts- (bis zu 250 € pro Monat)  und Zeitvorstellungen der Projektstelle.

Bewerbungen bitte bis zum 20.12.2016 per Mail an asta@uni-siegen.de

 

Stellungnahme zum ESG-Workshop „Männer machen Männersachen“

Die zentrale Studienberatung der Universität Siegen hat zu Beginn des Wintersemesters 2016/17 eine Infobroschüre mit Veranstaltungen für Studierende publiziert. Darin wird neben „Progressiver Muskelentspannung für AnfängerInnen“ oder „Study-Work-Life-Balance“ der Workshop „Männer machen Männersachen“ in Kooperation mit der Evangelischen Studierendengemeinde Siegen angeboten (ESG). Wir, der AStA der Universität Siegen, möchten uns in Form dieser Stellungnahme, deutlich von dem Workshop „Männer machen Männersachen“ distanzieren, denn neben der stereotypen Darstellungsweise von Männlichkeit, wird eine klare Definition des „Mann-Seins“ formuliert: „Ja, es stimmt! Manchmal kommen wir als Chauvis rüber, trinken manchmal zu viel, riskieren mehr, grölen im Stadion und denken „nur an das Eine“. Zwar wird hier noch einmal deutlich betont, dass das nur „manchmal“ stattfindet und „auch nicht alle“ Männer betroffen seien, diese Zusatzinformation versucht zwar aufzuzeigen, dass verschiedene Männlichkeiten existieren, dass es aber nur „manchmal“ Okay ist als Mann zu weinen oder Gefühle zu zeigen und alle Männer chauvinistisches Verhalten in sich tragen,können wir als AStA nicht akzeptieren.  Diese Stereotype sind genauso aus der Luft gegriffen, wie die Auferstehung des historischen Jesu‘.

Die Beschreibung des Workshops ist heteronormativ und grenzt alle nicht-heterosexuellen Männer aus, da es klar scheint, dass nach der vorherrschenden „Baseball-Logik“, neben der eigenen Baseballkappe (die auch nur Männer tragen) einzig die Freundin geliebt wird. Homo-,  bi- oder pansexuelle (sogar ledige) Männer werden hierbei komplett ausgeschlossen und diskriminiert.  Wir kämpfen dafür, dass die Universität für alle Menschen unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Aussehen, (vermeintlicher) Herkunft, Stellung in der Gesellschaft, o.ä. als sicherer Ort dient. Durch derartige Veranstaltungen sehen wir dies nicht gegeben und möchten diesen Umstand sichtbar machen.
Schon im zweiten Absatz des Textes wird sich auf Halbwissen bezogen. Gefährlich, denn die Erfindung der Teflonpfanne wird eindeutig einem Mann zugeschrieben. Dass Colette Gregoire die Pfanne in Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann Marc Gregoire
erfunden hat, ist wohl nebensächlich. Uns ist außerdem schleierhaft, warum nur Männer Autos reparieren können. KfZ-Mechanikerinnen in Deutschland und anderen Teilen der Welt, wird dies garantiert empören.
Über die Behauptung, dass Männer im Allgemeinen nicht gern über ihre Gefühle sprechen, können wir nur lächeln. Interessant hierbei ist gerade, dass die Anmeldung für den Workshop an die Psychologische Beratung der Uni gerichtet werden soll. Wir sind uns fast sicher, dass hier auch viele Männer über ihr Leid klagen.
Über „Indianer Jones“, der übrigens nicht als amerikanischer Urweinwohner zu verstehen ist, sondern dessen Vorname Indiana sein soll, brauchen wir gar nicht erst anfangen. Auch wundert uns sehr, dass Frauen keine Heldinnen sein können. Wonder Woman, Bibi Blocksberg oder die Feministin Laurie Penny haben demnach mit Held*innentum gar nichts zu tun.
Zu guter Letzt möchten wir noch betonen, dass Männer eigentlich zumeist gar keinen geschützten Raum benötigen. Gerade weiße, heterosexuelle Männer sind hiervon seltenst betroffen.
Wir fragen uns des Weiteren, ob die ESG Siegen überhaupt die psychologische Beratungs-Expertise besitzt, einen solchen geschützen Raum herzustellen, unabhängig davon dass die Veranstaltung von der Zentralen Studienberatung mitorganisiert wird. Ohnehin ist es fraglich, dass eine religiöse Gruppierung mit der universitären Studienberatung zusammenarbeitet, nimmt die ESG Siegen hiermit gegenüber anderen relgiösen Gruppen eine privilegierte Stellung ein.

Sieht unsere Gesellschaft heute wirklich so aus? Unsere Universität sollte Diversität fördern und nicht Räume schaffen für Veranstaltungen, in denen weiterhin das patriarchale Gesellschaftsbild propagiert wird. Ein Workshop, der Ansichtsweisen des 20. Jahrhundert reproduziert, ist aus unserer Perspektive dazu sicherlich keine guter Ansatz.
Wir bitten die ESG Siegen und die psychologische Beratungsstelle der Uni Siegen um eine Stellungnahme,

mit queeren Grüßen,

der AStA der Uni Siegen